Umfrage im Kreis Höxter

Lokale Evaluationen geben wichtige Impulse für die gezielte Weiterentwicklung und Gestaltung der Integreat-App. Auch die Perspektive von lokalen Integrationsakteur:innen liefert wertvolle Einblicke. Ihre Rückmeldungen geben Integreat-Verwalter:innen Einblicke in die Bekanntheit und den wahrgenommenen Nutzen der Inhalte sowie in bestehende Informationsbedarfe und Lücken. Daraus ergeben sich klare Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung der digitalen Integrationsplattform.
Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt eine Umfrage aus dem Kreis Höxter. Dort wurden Institutionen und Organisationen gezielt zur Integreat-App befragt und ihre Erfahrungen gesammelt.
Rahmen und Beteiligung
An der Umfrage beteiligten sich 59 Personen aus unterschiedlichen Institutionen und Organisationen im Kreis Höxter. Da nicht alle Fragen verpflichtend zu beantworten waren, variierte die Zahl der Rückmeldungen je nach Frage. Nicht alle Befragten kannten Integreat bereits vor der Umfrage. Rund die Hälfte der Teilnehmenden hatte die Plattform zuvor schon in ihrer Institution genutzt. Umso wertvoller sind die Rückmeldungen, da sie sowohl Einschätzungen erfahrener Multiplikator:innen als auch erste Eindrücke neuer Kontaktpunkte widerspiegeln.
Zentrale Erkenntnisse
Die Organisationen nutzen Integreat vor allem für Unterstützung in der Beratung sowie zur Weitergabe mehrsprachiger Informationen. Als besonders relevante Themenbereiche wurden insbesondere Bildung, Sprache, Arbeit, Kinder und Familie sowie Beratungsstellen genannt. Der Kreis Höxter bietet in diesen Bereichen bereits eine große Bandbreite an Informationen und deckt damit wichtige Bedarfe ab.
Der überwiegende Teil der Teilnehmenden hält den Umfang der Inhalte für passend und vermisst keine wesentlichen Themenfelder. Auch die sprachliche Verständlichkeit und die Struktur der Informationen werden durchweg positiv bewertet. Das deutet darauf hin, dass die Inhalte nicht nur vorhanden, sondern auch aus Sicht der Integrationsakteur:innen gut nutzbar und zugänglich aufbereitet sind.
Darüber hinaus wurde abgefragt, wie die Multiplikator:innen künftig über Neuigkeiten zur Integreat-App im Kreis Höxter informiert werden möchten. Die meisten bevorzugen eine Benachrichtigung per E-Mail. Beim gewünschten Rhythmus zeigt sich ein geteiltes Bild. Rund die Hälfte möchte bei jeder relevanten Neuerung informiert werden, während die andere Hälfte gebündelte Updates im vierteljährlichen oder halbjährlichen Abstand bevorzugt. Diese Rückmeldungen helfen dabei, die zukünftigen Kommunikationsstrategien anzupassen.
Ein besonders positives Ergebnis der Befragung zeigt sich auch in ihrem direkten praktischen Nutzen. Acht Institutionen, die bislang noch nicht mit eigenen Inhalten in der Integreat-App vertreten waren, signalisierten im Zuge der Umfrage ihr Interesse, künftig eigene Inhalte bereitzustellen. Die Evaluation wirkt damit nicht nur als Feedbackinstrument, sondern zugleich als Türöffner für eine stärkere Beteiligung lokaler Akteur:innen und eine breitere inhaltliche Abdeckung.
Zum Abschluss bot die Umfrage Raum für offene Anregungen und Wünsche. Auch hier gingen hilfreiche und konstruktive Hinweise ein. So wurde unter anderem angeregt, Ärzt:innen im Kreis Höxter stärker in der App abzubilden. Gleichzeitig wurden die gute Zusammenarbeit und die Kommunikation zu den Inhalten gelobt. Solche offenen Rückmeldungen liefern zusätzliche qualitative Impulse und zeigen, wo weiteres Ausbaupotenzial gesehen wird.
Umfrage in Ihrer Stadt oder Ihrem Landkreis durchführen
Möchten Sie auch in Ihrer Stadt oder Ihrem Landkreis Rückmeldungen von Integrationsakteur:innen einholen? Einen beispielhaften Ablaufplan sowie eine praktische Umfrage-Vorlage finden Sie hier.