Integreat selbst betreiben oder das Community-Modell nutzen?

Integreat ist Open Source. Städte und Landkreise können die Plattform deshalb grundsätzlich selbst betreiben. Alternativ können sie das Integreat Community-Modell nutzen und Betrieb, Weiterentwicklung und Support durch die Tür an Tür – Digitalfabrik gGmbH in Anspruch nehmen.
Beide Wege ermöglichen es, Integreat für die eigene Region einzusetzen. Der wesentliche Unterschied liegt darin, wer die technische und organisatorische Verantwortung übernimmt. Für Kommunen stellt sich daher weniger die Frage, ob Integreat genutzt werden kann, sondern wie viel davon sie selbst übernehmen möchten.
Zwei Wege, Integreat zu nutzen
Die Software hinter Integreat ist frei verfügbar. Dazu gehören die Integreat-App und das Redaktionssystem. Auch Anleitungen und Erfahrungen zur Einführung und Nutzung stellen wir öffentlich in unserer Integreat Online-Dokumentation bereit.
Für Städte und Landkreise ergeben sich daraus zwei Möglichkeiten:
Eigenbetrieb ohne Kooperationsvertrag:
Die Kommune betreibt die technische Infrastruktur selbst. Für die Nutzung der Software fallen keine Lizenz- oder Nutzungsgebühren an Integreat an. Installation, Hosting, Wartung, Updates und technischer Betrieb liegen jedoch in der eigenen Verantwortung.
Integreat Community-Modell mit Kooperationsvertrag:
Die technische Infrastruktur wird zentral durch die Tür an Tür – Digitalfabrik gGmbH betrieben. Zusätzlich erhalten Kommunen persönliche Unterstützung bei der Einführung und im laufenden Betrieb. Dafür wird ein jährlicher Kostenbeitrag vereinbart.
Für Endnutzende bleibt Integreat unabhängig vom gewählten Modell kostenlos und werbefrei.
Eigenbetrieb: maximale Freiheit, mehr eigene Verantwortung
Der Eigenbetrieb entspricht dem klassischen Ansatz von Open-Source-Software. Der Quellcode von Integreat ist öffentlich verfügbar und kann im Rahmen der jeweiligen Open-Source-Lizenzen genutzt werden.
Dadurch haben Kommunen weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können die Software selbst betreiben und bei Bedarf technisch anpassen.
Damit geht allerdings auch Verantwortung einher. Die Kommune muss unter anderem Hosting, Sicherheitsupdates, Back-ups, Fehlerbehebung und die technische Wartung selbst organisieren. Dafür ist entsprechendes IT-Know-how notwendig.
Auch bei neuen Versionen von Betriebssystemen, Smartphones oder Browsern muss sichergestellt werden, dass die eigene Installation weiterhin zuverlässig funktioniert.
Der Eigenbetrieb bedeutet deshalb nicht automatisch, dass keine Kosten entstehen. Statt eines Kostenbeitrags an Integreat entstehen vor allem interne Personal-, Infrastruktur- und gegebenenfalls externe Dienstleistungskosten.
Was bietet das Integreat Community-Modell?
Beim Integreat Community-Modell übernimmt unser Team einen großen Teil dieser Aufgaben zentral. Städte und Landkreise müssen keine eigene Integreat-Infrastruktur aufbauen und dauerhaft technisch betreuen.
Zum Kooperationsvertrag gehören unter anderem:
- technischer Betrieb und kontinuierliche Weiterentwicklung der Integreat-Plattform
- persönliche Unterstützung bei Einführung und inhaltlicher Umsetzung
- Nutzung bestehender Inhalte anderer Integreat-Kommunen, beispielsweise Texte
- individueller Support, beispielsweise bei Fragen, Workshops oder Statistiken
- datenschutzrechtliche Betreuung und entsprechendes Vertragswerk
- kostenlose Übersetzungen in ausgewählte Sprachen über DeepL oder Google
- kostenfreie Teilnahme an Vernetzungs- und Weiterbildungsformaten
- Zugang zu Anleitungen, Tipps und Werbematerialien
Einige Ressourcen stehen auch ohne Kooperationsvertrag frei zur Verfügung. Dazu zählen insbesondere unsere Integreat Online-Dokumentation sowie die öffentlich zugängliche Integreat-Plattform. Leistungen, die einen dauerhaften personellen oder technischen Aufwand durch unser Team erfordern, sind dagegen Bestandteil des Kooperationsvertrags.
Warum gibt es einen Kostenbeitrag?
Integreat wird von einer gemeinnützigen Organisation betrieben. Der Kostenbeitrag im Community-Modell dient dazu, den technischen Betrieb, die Weiterentwicklung und die Unterstützung der teilnehmenden Kommunen zu finanzieren.
Ein wesentlicher Vorteil des gemeinsamen Modells ist dabei die Bündelung von Ressourcen. Nicht jede Stadt oder jeder Landkreis muss eine eigene technische Infrastruktur aufbauen und dieselben Aufgaben separat lösen.
Neue technische Entwicklungen und Verbesserungen können zentral umgesetzt werden und stehen anschließend der gesamten Community zur Verfügung. Gleichzeitig fließen Erfahrungen und Anforderungen aus unterschiedlichen Kommunen in die Weiterentwicklung der Plattform ein.
Der Kooperationsvertrag ist damit keine klassische Softwarelizenz. Die Software selbst bleibt Open Source.
Welche Variante passt zu Ihrer Kommune?
Die Entscheidung hängt vor allem von den vorhandenen Ressourcen ab.
Ein Eigenbetrieb kann interessant sein, wenn bereits ausreichend technische Kapazitäten vorhanden sind und eine Kommune möglichst viel Kontrolle über Betrieb und Anpassung der Software behalten möchte.
Das Community-Modell eignet sich insbesondere, wenn der eigene technische Aufwand gering bleiben soll. Die zuständigen Mitarbeitenden können sich stärker auf Inhalte, lokale Netzwerke und die Bekanntmachung von Integreat konzentrieren, während Betrieb und Weiterentwicklung zentral organisiert werden.
Für die Entscheidung lohnt es sich deshalb, nicht nur direkte Ausgaben gegenüberzustellen. Auch interne Arbeitszeit, benötigtes IT-Know-how, Wartung, Datenschutz und langfristige technische Betreuung sollten berücksichtigt werden.
Open Source bleibt die Grundlage
Unabhängig vom gewählten Modell bleibt der Open-Source-Gedanke ein zentraler Bestandteil von Integreat. Städte und Landkreise können die Software frei nutzen und selbst betreiben.
Mit dem Integreat Community-Modell entscheiden sich Kommunen für den gemeinsamen Betrieb von Integreat innerhalb unserer Community. Den technischen Betrieb und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattform übernehmen wir zentral. Zusätzlich unterstützen wir persönlich bei der Einführung und im laufenden Einsatz.
So profitieren Städte und Landkreise von einer zentral betriebenen und stetig weiterentwickelten Plattform sowie persönlicher Unterstützung. Gleichzeitig tragen sie mit ihrem Kostenbeitrag dazu bei, Integreat langfristig weiterzuentwickeln und als Open-Source-Lösung frei zugänglich zu halten.
Fragen zum passenden Betriebsmodell?
Sie möchten wissen, welches Betriebsmodell zu den Voraussetzungen in Ihrer Stadt oder Ihrem Landkreis passt, oder haben noch offene Fragen?
Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir beantworten Ihre Fragen und unterstützen Sie dabei, die beiden Modelle für Ihre Kommune einzuordnen.