22 von 149: Eine Zwischenbilanz zu Frag Integreat

4. September 2026

Seit dem 1. Februar 2026 können alle Städte und Landkreise, die Integreat einsetzen, den chatbasierten Suchassistenten Frag Integreat aktivieren. Sieben Monate später ist es Zeit für eine Zwischenbilanz: 22 der 149 Integreat-Kommunen nutzen den Suchassistenten inzwischen und bieten ihren Nutzenden damit einen zusätzlichen Weg, sich in den kommunalen Informationen zurechtzufinden.

Wir freuen uns über diese Entwicklung – und nehmen sie als Anlass, noch einmal zusammenzufassen, was Frag Integreat leistet, was sich im Laufe des Jahres verändert hat und wie die Aktivierung funktioniert.

Was der Suchassistent leistet

Frag Integreat beantwortet Fragen in einem Chatfenster und greift dabei ausschließlich auf die Integreat-Inhalte der jeweiligen Kommune zurück. Anders als die klassische Suchfunktion findet der Assistent passende Inhalte auch dann, wenn Nutzende nicht die richtigen Suchbegriffe kennen, weil er nach Bedeutung und nicht nach Stichworttreffern arbeitet.

Zwei Punkte sind uns dabei besonders wichtig:

  • Keine erfundenen Antworten. Fragen werden nur beantwortet, wenn die kommunalen Inhalte sie abdecken. Die verwendeten Seiten werden als weiterführende Links angezeigt.
  • Mehrsprachigkeit ohne Zusatzaufwand. Gefragt werden kann in jeder Sprache, geantwortet wird in der Sprache, in der die Inhalte gerade gelesen werden.

Der Suchassistent ist für Integreat-Kommunen kostenlos und erfordert keine datenschutzrechtlichen Anpassungen. Eine ausführliche Beschreibung findet sich im Beitrag „Suchassistent und Online-Beratung mit Frag Integreat„.

Was sich 2026 verändert hat

Der Suchassistent ist jetzt auch in der Handy-App. Bis Juli stand Frag Integreat nur in der Web-App zur Verfügung. Seit Ende Juli erreichen Nutzende den Assistenten auch in der mobilen Integreat-App für Android und iOS. Er ist unten rechts auf allen Seiten der Kommunen zu finden, die ihn aktiviert haben. Damit können Nutzende Frag Integreat sowohl am Computer als auch unterwegs auf dem Smartphone nutzen.

Das ergänzende Beratungssystem ist deutlich günstiger geworden. Wer Frag Integreat zu einem vollwertigen digitalen Beratungsangebot ausbauen oder Einblicke in alle Chats und Suchanfragen erhalten möchte, kann das über das zusätzliche Chatberatungssystem tun. Im Juni haben wir die Preisstruktur vereinfacht: 1.000 € pro Jahr bei ausschließlich interner Nutzung, 2.000 € pro Jahr, wenn auch externe Stellen wie Caritas oder Diakonie eingebunden werden. Möglich wurde das unter anderem durch Skaleneffekte: Je mehr Kommunen das Beratungssystem nutzen, desto besser lassen sich die entstehenden Kosten verteilen. Die wachsende Nutzung kommt damit allen beteiligten Kommunen zugute und ermöglicht es uns, das Beratungssystem zu günstigeren Konditionen anzubieten.

Was die Kommunen zurückbekommen

Der Nutzen liegt nicht nur bei den Ratsuchenden. Kommunen, die das Beratungssystem einsetzen, sehen, welche Fragen tatsächlich gestellt werden, welche Inhalte als Quelle gedient haben und wo Antworten nicht möglich waren, weil Informationen fehlen.

Wie aussagekräftig diese Einblicke sind, hat unsere Auswertung der 969 Chats aus der Pilotphase gezeigt: Am häufigsten ging es um Aufenthaltsrecht und Arbeit, dicht gefolgt von Fragen zum Wohnen – von der allgemeinen Wohnungssuche bis zu akuten Notlagen. Fragen zu Sprachkursen und Anerkennung von Abschlüssen konnte Frag Integreat besonders gut beantworten, weil die Inhalte dazu in Integreat meist gut strukturiert vorliegen. Genau daran zeigt sich der Zusammenhang: Je klarer die Inhalte, desto besser die Antworten.

Frag Integreat in Ihrer Kommune aktivieren

Sie gehören zu den 127 Kommunen, die den Suchassistenten noch nicht einsetzen? Die Aktivierung ist unkompliziert – Voraussetzung ist lediglich, dass einige grundlegende Inhaltsbausteine in Ihrer Integreat-App vorhanden sind.

Wir entwickeln Frag Integreat laufend weiter und passen die Funktion an die Bedürfnisse der Nutzenden an. Unsere Planung ist wie immer öffentlich einsehbar.