Integreat einführen: So begleiten wir Städte und Landkreise Schritt für Schritt

14. Januar 2026
Symbolbild – Integreat einführen

Viele Städte und Landkreise kennen die Situation: Bestimmte migrantische Zielgruppen werden vor Ort nicht (oder nicht zuverlässig) erreicht. Informationen zu Beratung, Wohnen, Gesundheit, Bildung oder Arbeit existieren zwar, kommen aber sprachlich, kanalbedingt oder zeitlich nicht dort an, wo sie gebraucht werden.

Genau hier setzt Integreat an: als Plattform (und App) für mehrsprachige, verlässliche und lokal relevante Informationen für Zugewanderte. Rund ein Drittel aller deutschen Städte und Landkreise sind bereits Teil des Integreat-Service-Ökosystems. Viele weitere stehen gerade an dem Punkt, an dem sie Orientierung und einen klaren Fahrplan suchen.

Dieser Beitrag zeigt, wie wir Kommunen unverbindlich abholen, strukturiert beraten und bei der Einführung konkret unterstützen mit einem Plan, der sich in der Praxis bewährt hat.

1) Unverbindliches Interesse: Der Startpunkt ist meist ein konkreter Bedarf

Am Anfang steht fast immer dieselbe Beobachtung:
„Wir erreichen einige Gruppen in unserer Region nicht gut genug – und es fehlt ein zentraler, mehrsprachiger, verlässlicher Ort für Informationen.“

Wenn Sie das auch beschäftigt, ist der erste Schritt ganz einfach: Nehmen Sie über unsere Website Kontakt mit uns auf: https://integreat-app.de/kontakt/

2) Erstgespräch: 90 Minuten, die Klarheit schaffen

Nach Ihrer Anfrage melden wir uns mit Terminvorschlägen für ein meist 90-minütiges Gespräch (online, in Einzelfällen auch vor Ort). In diesem Termin:

  • stellen wir Integreat vor (Funktionsweise, Nutzen, Rollen),
  • sprechen über Ihre Herausforderungen vor Ort,
  • geben Einblick in Erfahrungen anderer Kommunen,
  • und erläutern unseren 6-Punkte-Plan für die Einführung – verständlich, realistisch und praxisnah.

Ziel ist, dass Sie danach belastbar einschätzen können: Passt Integreat zu uns? Und wie würde der Weg konkret aussehen?

3) Entscheidung & Betriebsmodell: Zwei Wege – mit oder ohne Kooperationsvereinbarung

Entschließt sich eine Kommune für Integreat, gibt es zwei Optionen:

A) Betrieb im kommunalen IT-Eigenbetrieb (kostenfrei möglich)
Sie betreiben Integreat eigenständig innerhalb Ihrer IT-Strukturen.

B) Kooperationsvereinbarung mit der gemeinnützigen Tür an Tür – Digitalfabrik gGmbH
Hier übernehmen wir:

  • Betrieb, Wartung und Updates
  • IT-Themen und laufenden Support
  • persönliche Unterstützung des zuständigen Fachbereichs, z. B. bei der inhaltlichen Aufbereitung, Strukturierung und bei praktischen Fragen im Alltag

Viele Kommunen schätzen bei dieser Variante besonders, dass sie nicht „allein durch die Einführung müssen“ und dauerhaft auch nach dem Start ein verlässliches Team an ihrer Seite haben.

4) Zielgruppe & Auftaktworkshop: Gemeinsam die Richtung festlegen

Auf kommunaler Seite sind oft Integrationsbeauftragte, Integrationsmanager:innen oder Bereiche aus dem Sozialreferat / Amt für Migration federführend. Gemeinsam klären wir:

  • Welche Zielgruppen sollen genau erreicht werden?
  • Welche lokalen Akteure sollen eingebunden werden?

Darauf aufbauend planen wir einen Auftaktworkshop, zu dem die relevanten Integrationsakteure im Umfeld Ihrer Kommune eingeladen werden. So entsteht von Anfang an:

  • ein gemeinsames Verständnis,
  • eine sinnvolle Aufgabenverteilung,
  • und ein Fundament für nachhaltige Inhalte.

5) Aufsetzen der Plattform: Nicht bei Null starten – mit der Deutschlandvorlage

Dann geht es Schritt für Schritt in Richtung Installation und Aufsetzen der Integreat-Plattform. Sie starten dabei mit der Deutschlandvorlage: einer bewährten Grundstruktur, die bereits zentrale Themenbereiche abbildet. Das bedeutet:

  • schneller Einstieg,
  • weniger Startaufwand,
  • und ein klarer Rahmen, den Sie lokal anpassen können.

Parallel denken wir gemeinsam über das spätere Sprachenangebot nach und wählen passende Marketingmaterialien aus. Hier profitieren Sie von vorhandener Expertise, erprobten Materialien und unserer Erfahrung aus vielen Einführungen.

6) Inhalte & Übersetzungen: Deutsch zuerst – Übersetzung im Anschluss

Die Inhalte werden von der Kommune zunächst ausschließlich auf Deutsch aufbereitet. Danach unterstützen wir beim nächsten Schritt, der Übersetzung:

  • maschinell („auf Knopfdruck“)
  • oder durch menschliche Übersetzung

So bleibt die redaktionelle Hoheit klar bei Ihnen und die Mehrsprachigkeit wird trotzdem effizient möglich.

Go-Live & Sichtbarkeit: 30-tägige Anschubphase plus pressewirksamer Start

Die Inbetriebnahme begleiten wir in der Regel mit einer 30-tägigen Werbekampagne, die wir als Teil der Zusammenarbeit bereitstellen und über entsprechende Kanäle (z. B. Facebook) gemeinsam ausspielen. Wenn Sie möchten, unterstützen wir auch einen pressewirksamen Start, denn Reichweite ist gerade am Anfang entscheidend.

Ab Tag 1 messbar: Zugriffszahlen, Feedback, Weiterentwicklung

Schon ab dem ersten Tag erhalten Sie Einblick in Zugriffszahlen und Abrufe von Inhalten. Das hilft, um:

  • gut genutzte Themen auszubauen,
  • weniger relevante Inhalte zu überarbeiten,
  • und Rückmeldungen strukturiert einfließen zu lassen.

Und wichtig für den Alltag: Nach der Einführung sinkt der Pflegeaufwand im Durchschnitt auf etwa 9 Stunden pro Monat.

Tipp aus der Praxis: Sprechen Sie mit Kommunen aus Ihrer Region

Neben unserem unverbindlichen Austausch empfehlen wir immer auch den direkten Kontakt zu Städten und Landkreisen in Ihrer Region, die Integreat bereits nutzen. Die Kontaktdaten finden sich meist im Impressum der jeweiligen Integreat-App unter integreat.app. Erfahrungsberichte „aus erster Hand“ sind oft der schnellste Weg, um ein Gefühl für Aufwand, Nutzen und Umsetzung zu bekommen.

Ihr nächster Schritt: Unverbindlich Kontakt aufnehmen

Wenn Sie überlegen, Integreat einzuführen oder einfach erst einmal prüfen möchten, ob es zu Ihrer Kommune passt, starten Sie gerne mit einem unverbindlichen Erstgespräch.

Kontaktformular: https://integreat-app.de/kontakt/